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EMIL – Emotionen regulieren lernen im Rahmen des Landesprogramms Kolibri

ZNL EMIL Akademie KolibriWenn wir unser Denken und Handeln bewusst steuern und mit unseren Gefühlen auf angemessene Weise umgehen wollen, dann benötigen wir die sogenannten exekutiven Funktionen. Diese kognitiven Gehirnfunktionen erlauben es, Emotionen, Gedanken und Handeln zu kontrollieren und mit wechselnden Anforderungen der Umwelt in Einklang zu bringen. Gut ausgebildete exekutive Funktionen erleichtern es Kindern, mit eigenen Gefühlen gut umzugehen, sich in andere hineinzuversetzen und z.B. mit Konflikten oder kleinen Enttäuschungen zurechtzukommen.

Mit „EMIL“ hat das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen ein in der Praxis vielfach erprobtes und erfolgreich evaluiertes Kindergarten-Konzept entwickelt. Die Entwicklung und Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen und Resilienz stellen im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Tageseinrichtungen für Kinder einen zentralen Aspekt dar, welcher durch EMIL- Emotionen regulieren lernen aufgegriffen wird.

Die Kitas des Landes Baden-Württemberg können ab Herbst 2020 an Qualifizierungen im Programm EMIL – Emotionen regulieren lernen im Rahmen der Gesamtkonzeption KOLIBRI des Kultusministeriums Baden-Württemberg teilnehmen.

Um Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung systematisch zu fördern, sind fundierte Kenntnisse über das Lernen, die Entwicklung und die exekutiven Funktionen als Basis für vielfältige Kompetenzen wichtig. Ziel der EMIL-Qualifizierung ist es, den pädagogischen Fachkräften theoretisches Basiswissen zu vermitteln und sie hinsichtlich der Bedeutung der exekutiven Funktionen für die Entwicklung der Kinder zu sensibilisieren. Darüber hinaus werden sie befähigt förderliche Alltagssituationen zu erkennen, zu nutzen und solche Situationen selbstständig zu gestalten. Um das Gelernte aus einer anderen Perspektive zu betrachten und anwenden zu können, ist EMIL eng mit der Praxis verknüpft – der gemeinsame Austausch der Teilnehmer/innen untereinander sowie der individuelle Übertrag steht dabei an erster Stelle.